Schwere Sicherheitslücke in MyCloud und MyCloud Mirror

Western Digital MyCloud Platten sind recht beliebt. Über 1200 Bewertungen bei Amazon und immerhin 3,5 von 5 Sternen.

Die Geräte gibt es zwischen 2 und 8 TB ab 140 Euro. Sie speichern nicht nur Dateien wie eine klassische Platte, sondern bieten viele Extras:

  • persönlicher Cloud Speicher als sicherer Ort zu Hause und rufen Sie Ihre Medien und Dateien von überall mit Ihrem Computer, Tablet oder Smartphone ab
  • Im Gegensatz zu öffentlichen Clouds speichert der persönliche Cloud-Speicher My Cloud alle Ihre Inhalte an einem sicheren Ort im Heimnetzwerk.
  • Automatische Datensicherung für alle Ihre Computer
  • Foto- und Video-Backups für Tablets und Smartphones
  • Synchronisieren Sie Ihre Inhalte auf all Ihren Geräten
  • Problemlos minutenschnell eingerichtet
  • Reibungsloses Streaming auf allen Ihren Bildschirmen
  • Die schönsten Erinnerungen auf einfache Art und Weise teilen
  • Private Inhalte müssen privat bleiben
  • Erhöhen Sie die Speicherkapazität Ihrer persönlichen Cloud im Handumdrehen
  • usw.

Folgende Sicherheitslücken sind bekannt:

  • Remote root Shell durch File Upload. Es muss nur ein POST-Request geschickt werden. Authentifizierung nicht notwendig.
  • admin Benutzername mydlinkBRionyg und Passwort abc12345cba, das nicht geändert werden kann.

“The triviality of exploiting this issues makes it very dangerous, and even wormable,” the researcher notes. “Not only that, but users locked to a LAN are not safe either.”

Selbst wenn die Festplatte nur aus einem LAN erreichbar ist, sind XSS-Angriffe möglich. Das heisst das Opfer wird dazu gebracht, eine Seite mit entsprechendem iFrame aufzurufen. Die Default Hostnames sind bekannt.

  • kein XSRF Schutz
  • command injection
  • DoS
  • Benutzerinformationen lassen sich über eine REST-API abrufen

Versionen der betroffenen My Cloud Geräte sind unten verlinkt.

James Bercegay von GulfTech hat den Hersteller bereits im Juni letztes Jahr kontaktiert. Ein Update sollte es nach 90 Tagen geben. Nachdem es nach 180 Tagen noch immer keines gibt, hat GulfTech die Lücke veröffentlicht. Sie ist bisher noch immer nicht gepachted.

thehackernews.com

Kritik an der Cloud

Laut Oracle CEO Mark Hurd, wird es 2025 kaum noch lokal installierte Anwendungen geben. Stattdessen soll nahezu die komplette IT in die Cloud ausgelagert werden. 80 Prozent des IT-Budgets würden in die Cloud fließen. Die Cloud sei sicherer und günstiger!

Das kann man natürlich auch anders sehen:

But Richard Stallman, founder of the Free Software Foundation and creator of the computer operating system GNU, said that cloud computing was simply a trap aimed at forcing more people to buy into locked, proprietary systems that would cost them more and more over time. „It’s stupidity. It’s worse than stupidity: it’s a marketing hype campaign,“ he told The Guardian. „Somebody is saying this is inevitable – and whenever you hear somebody saying that, it’s very likely to be a set of businesses campaigning to make it true.“ The 55-year-old New Yorker said that computer users should be keen to keep their information in their own hands, rather than hand it over to a third party.

theguardian